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Fronleichnam im Pastoralverbund

Es war ein beeindruckendes Bild, als die Heilige Messe am Hochfest Fronleichnam begann: Pünktlich um 09.30 Uhr zogen über 20 Messdiener, Diakon Carsten Schindler und Pfarrer Norbert Wohlgemuth sowie viele Erstkommunionkinder in die mit mehreren hundert Gläubigen vollbesetzte St. Marien-Kirche ein. Dort erwartete alle Gläubigen ein etliche Meter langer Blumenteppich zur Ehre Gottes. Mit festlichem Gesang und feierlichem Orgelspiel wurde der Gottesdienst am katholischen Hochfest eröffnet. Pfarrer Wohlgemuth ging in seiner frei gehaltenen Predigt in drei Punkten auf das Teilen ein: In jeder Heiligen Messe teilen die Gläubigen in den Gaben von Brot und Wein ihr Leben mit, ihr Schaffen, ihre Sorgen, ihre Mühen und empfangen im Sakrament der Eucharistie in Gestalt des Brotes Anteil am Leben Jesu; außerdem teilen Christen den Weg, den sie gehen, mit Anderen, vor allem mit den Schwächeren und bilden eine Weggemeinschaft, in der Rücksicht aufeinander genommen wird. Und zum Dritten teilen Christen ihren Glauben mit Anderen; der Glaube ist zwar ein sehr persönliches Geschehen aber kein privates, Glauben verlangt nach Weitergabe, nach Darübersprechen, nach Öffentlichkeit. Einen Moment zum Lachen gab es, als mitten in der Predigt ein Gemeindemitglied aufstand und darauf hinwies, daß man aufgrund eines Fehlers mit dem Mikrophon kaum etwas verstehen könne. Worauf Pfarrer Wohlgemuth die Mitfeiernden fragte, ob er nun wohl die ganze Predigt nochmal halten solle; daraufhin gab es viel Gelächter in der Kirche. Zum Abschluss der Messfeier begann die Prozession, die nach den aktuell verschärften Auflagen von den Maltesern mit ihren Fahrzeugen und von etlichen Ordnern begleitet und gesichert wurde. Die einzelnen Stationen wurden von Vertretern der verschiedenen Gemeindeteile thematisch vorbereitet und gestaltet. Die erste Station war bereits noch in der Kirche zum Thema Frieden, vorbereitet von Christkönig in Warmen. Unter Begleitung des Musikvereins Frömern zog sich dann die lange Prozession den Sodenkamp hinunter bis zum Bruayplatz; dort gestalteten Vertreter von St. Konrad aus Langschede die Station zum Thema Einheit der Christen. Mit festlichem Gesang ging die Prozession weiter zum Haus Hubertia, wo die Gemeinde nochmal deutlich größer wurde. Wie auf einer Tribüne saßen viele Bewohner der katholischen Senioren-Einrichtung auf den großen Balkonen und konnten auf diese Weise mitbeten, mitsingen und den Segen Gottes empfangen. Die dort gehaltene dritte Station wurde von der Overbergschule zum Thema Schöpfung gestaltet. Nach dem dritten Eucharistischen Segen mit dem Allerheiligsten in der Monstranz und dem te deum gab es anschließend eine kräftigende Suppe und Getränke, die man vor allem gekühlt gut gebrauchen konnte, da es recht heiß war und Viele geschwitzt haben. Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses schönen Festes beigetragen haben und es zu einer feierlichen Demonstration des Glaubens gemacht haben.